Editorial
Die Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik e.V.
Die Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik e.V. mit ihrem Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der 16 Landesvereinigungen der Prüfingenieure für Baustatik bzw. Bautechnik und deren Mitglieder.

Mitgliedschaft

Mitglieder können qualifizierte Bauingenieure werden, die eine Prüfung bei der zuständigen Obersten Bauaufsichtsbehörde ihres Landes abgelegt haben und der jeweiligen Landesvereinigung beitreten. Voraussetzung zur Zulas-
sung der Prüfung ist u.a. eine 10-jährige Berufserfahrung mit dem Nachweis, schwierige Bauvorhaben selbstständig bearbeitet zu haben und eine zwei-
jährige Tätigkeit als Bauleiter. Das Mindestalter beträgt 35 Jahre.

• Eine der wichtigsten Aufgaben des Prüfingenieurs für Bautechnik ist die
Prüfung der bautechnischen Unterlagen hinsichtlich der Standsicherheit,
des konstruktiven Brandschutzes, des Wärme- und Schallschutzes und
des technisch konstruktiven Umweltschutzes und die Überwachung vor Ort
auf der Baustelle.

• Das Einschalten eines Prüfingenieurs bei der Realisierung von Bauvorhaben
sorgt für die Einhaltung der Vorschriften und Normen zum Wohle des Bau- herren.

• Das „Vier-Augen-Prinzip“ zur Prävention von Fehlern während der Planung
und Ausführung unterstützt eine hochwertige Bauqualität und Wertbe-
ständigkeit des Bauwerks und unterstützt damit Bauherren, Architekten
und Ingenieure.

• Die ca. 650 in der BVPI organisierten Prüfingenieure mit Ihren Büros
stehen flächendeckend in Deutschland für die Prüfung der bautechnischen
Unterlagen von Bauwerken im Hoch- und Tiefbau, Ein- und Mehrfamilien-
häusern, Gewerbe- und Industriebauten, Ingenieurtragwerken (Brücken,
Tunnel, Stütz- und Kaimauern, Türmen) Verkehrsanlagen, Hallentrag-
werken, Stadien usw. zur Verfügung.

• Des weiteren können langwierige Rechtsstreitigkeiten sowie evtl. eklatante
Folgeschäden von Anfang an vermieden werden.

Als Dachorganisation vertritt die Bundesvereinigung (BVPI) die Ziele und Interessen, die alle Landesvereinigungen gemeinsam betreffen. Hierzu zählen vor allem die Vereinheitlichung der bautechnischen Prüftätigkeit der Mitglieder, was durch Erfahrungsaustausch, Fortbildungsseminare unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse erreicht wird. Somit ist garantiert, dass die Prüfingenieure der VPI zu den wichtigsten Know-how-Trägern der Bautechnik zählen.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Kooperation mit den maßgeblichen Behörden, Verbänden, Gremien im Bauwesen und den Ingenieurkammern hinsichtlich allgemeiner Fragen und spezieller Angelegenheiten des bautechnischen Prüfwesens. Weiterhin verfolgt die VPI die Übernahme der Aufgaben, die sich aus hoheitlicher und privatrechtlicher Prüfung des Bauwesens ergeben. 
Das Ziel der VPI ist, den Bauherren die zwingende Notwendigkeit der bautechnischen Prüfung bewusst zu machen, da durch die Freistellung im Baugenehmigungsverfahren für Gebäude geringer Höhe, wie z. B. Ein- und Zweifamilienhäuser, die Schadenshäufigkeit durch die entfallene Kontrolle und Überwachung stark zugenommen hat. Dies belegen Schadensstatistiken und der zunehmende „Pfusch am Bau“ ist längst ein hochbrisantes und sehr aktuelles Thema in allen Medien.

Dr.-Ing. Markus Wetzel,
Präsident der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik e. V. (BVPI)