Die elektronische bautechnische Prüfakte ELBA ist eine voller Erfolg

15.11.2025

Mit Sachsen-Anhalt hat vor wenigen Wochen das letzte Bundesland die Einrichtung eines sogenannten ELBA-Ländermoduls in Auftrag gegeben und damit dafür gesorgt, dass die elektronische Prüfakte mittlerweile in allen Bundesländern vorhanden und verfügbar ist. Weiterhin ist ein ELBA-Grund-Modul für Bauvorhaben aus dem Ingenieurbau in Vorbereitung, das den großen Bedarf an digitaler Prozessabbildung auch im Ingenieurbau befriedigen soll.

Aktuell sind schon mehr als 25.800 Nutzer auf den beiden Kommunikations- und Austauschplattformen registriert; mehr als 10.800 Prüfprojekte werden über die Plattformen bearbeitet und mehr als eine Million Dokumente sind bisher insgesamt schon ausgetauscht worden. Ein Ende der erfolgreichen Entwicklung ist nicht absehbar, denn es interessieren sich immer mehr der rund 850 Baugenehmigungsbehörden in Deutschland für die Nutzung dieser Plattformen.

Bundesweit sind bereits heute mehr als 1000 Behördenmitarbeiter auf ELBA registriert. In dem einen oder anderen Bundesland hat es die bautechnische Prüfakte sogar schon in die jeweilige Bauvorlagenverordnung geschafft.

Aufgrund der Größe und Komplexität des Projekts hat die BVPI Ende des vergangenen Jahres entschieden, die ELBA-Aktivitäten in eine Tochtergesellschaft, die ELBA Management GmbH, auszugliedern. Seitdem werden sämtliche BVPI-ELBA-Aktivitäten von dort gesteuert und verwaltet. Die Prüfakte NRW – und mit ihr die Prüfakten Bremen und Niedersachsen – werden dagegen nach wie vor über die Bewertungs- und Verrechnungsstelle in Nordrhein-Westfalen gesteuert und verwaltet.
Größte technische Herausforderung für die ELBA-Plattformen ist derzeit die Bereitstellung des sogenannten XBau-Standards für den spezifischen Datenaustausch mit den Baugenehmigungsbehörden.

Während ELBA diese Anforderung bereits erfüllt, fehlt es bei vielen Baugenehmigungsbehörden und insbesondere bei den Softwareherstellern noch an der Einrichtung beziehungsweise Umsetzung dieser Anforderung. Für das Bundesland Baden-Württemberg wurde die direkte XBau-Verbindung von ELBA mit den Datenservern von Behörden bereits installiert.
Im Interesse der Prüfingenieure und Prüfsachverständigen, aber auch im Interesse aller Beteiligten an der Prüfung bautechnischer Nachweise, werden die ELBA Management GmbH, die BVPI und die vpi-Landesverbände weiter intensiv daran arbeiten, dass die XBau-Anbindungen bei den Baugenehmigungsbehörden in den Bundesländern zeitnah realisiert und die Fähigkeiten der Elektronischen bautechnischen Prüfakte damit vollumfänglich genutzt werden können.

Auf der ELBA-Website gibt es übrigens auch eine digitale Wissensdatenbank, die kontinuierlich gepflegt und erweitert wird. Ziel ist es, das Wissen, das bei ELBA angesammelt wird, strukturiert zugänglich zu machen.